Mein Weg.

Ich war etwa 10 Jahre alt, als ich mich das erste Mal bewusst mit Fragen rund um das Leben, den Tod und was es darüber hinaus noch oder nicht gibt, beschäftigte. Da mein Opa damals gestorben war, waren viele Fragen offen und die eigenen, "logisch" zusammengereimten Antworten beängstigend:

Gibt es ein Leben nach dem Tod? Sehe ich meinen Opa (nie) wieder? Kann ich mich von ihm verabschieden, auch wenn er schon gestorben ist? Weiß er, wie wichtig er mir ist und wie sehr ich ihn liebe? Kann ich mich ihm noch irgendwie mitteilen oder ist der Kontakt für immer abgebrochen? Darf ich irgendwann wieder Spaß und Freude empfinden - vor allem an den Dingen, die wir früher gemeinsam unternommen haben?

 

Die vielen Fragen, die ich mir stellte, blieben stumm und unausgesprochen. Ich wusste damals nicht, an wen ich mich wenden konnte. Ich fühlte mich dumm und hatte Angst davor, nicht verstanden zu werden.

 

Heute weiß ich, wie wichtig diese Fragen sind und dass uns diese Fragen auch noch als Erwachsene begleiten - und zwar meist ohne eine konkrete Antwort. Im besten Fall jedoch mit einem hoffnungsvollen Gefühl, wie die Antwort lauten kann und was wir dafür tun können, um (wieder) Zuversicht, Hoffnung und Lebensfreude in uns selbst zu finden.  

Damals suchte ich die Antworten in mir selbst - ich wälzte Gedanken und nutzte das Wissen aus meiner religiösen Erziehung.

 

Ich kam auf keinen grünen Zweig - mein Gefühl hatte eine Antwort, die nicht mit meinem Wissen und meiner Erziehung übereinstimmte. Dieser innere Konflikt ist mir heute noch gut in Erinnerung. Mir gefiel mein Gefühl und die Antworten, die es auf diese Fragen hatte, immer besser. Und so beschloss ich irgendwann ganz pragmatisch, dass für mich die Antworten meiner "inneren Stimme" wahr sind. Vor allem das Gefühl, dass wir mit allem verbunden sind, was war, ist und sein wird, gab mir Halt und bestärkte mich.

 

Mit etwa 15 Jahren hatte eine Freundin einen Autounfall erlitten. Schwere Verletzungen hinterließen teilweise große Narben an ihrem Körper. Über ihr Schicksal bin ich zum ersten Mal mit humanenergetischen Heilmethoden in Berührung gekommen - und ich war begeistert. Die (Ab-)Heilung der Narben und die zugrundeliegenden Annahmen dieser Heilmethode lieferten so viele Antworten - Antworten auf Fragen, die ich mich bis dorthin nicht laut getraut habe, auszusprechen.

 

Ich wollte mehr Wissen, mehr Antworten auf meine Fragen und entschied mich für meine erste humanenergetische Ausbildung - ich erlernte Pranic Healing. So begann meine spirituelle Reise.

 

Viele Bücher, Kurse und vor allem Menschen, die sich ebenso mit Persönlichkeitsentwicklung, Spiritualität und humanenergetischen Methoden auseinandersetzen, inspirieren mich seit dem und begleiten mich auf meinem Weg.

Doch aller Theorie & allem Wissen wird erst durch das Ausprobieren, Üben und dem gemeinsamen Austausch Leben eingehaucht. Mein Alltag hat mir immer viele Möglichkeiten geboten, manchmal auch zwei- oder dreimal - eben solange, bis ich meine Lage erkannt und angefangen habe, etwas in mir zu verändern. Mittlerweile gelingt es mir immer schneller bzw. früher solche Situationen zu erkennen. Denn gerade dann, wenn der Alltag über mir hereinzubrechen droht, mich überfordert und an den Rand der Komfortzone treibt, nutze ich die Chance, mich mit humanenergetischen Methoden zu zentrieren. In meiner Mitte schaffe ich es, die Lage aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und meine Situation als Erfahrung wahrzunehmen, die mir neue Möglichkeiten bietet. Durch diese Erkenntnis und Sinngebung komme ich in eine Handlungsfähigkeit, die es mir möglich macht, weiter zu wachsen.